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Chronik

Chronik der Tischtennisabteilung

Bereits im Jahre 1951 wurde in Reichensachsen Tischtennis gespielt. Treibende Kräfte waren zu
dieser Zeit unter der Federführung von Förster Fuchs die Sportkameraden
Andreas Hilmes, Georg
Hellwig und Karl Schlarbaum,
, die trotz großer Schwierigkeiten mit der Beschaffung guter
Tischtennistische den Spielbetrieb in der Gaststätte „Reichensächser Hof“ (nicht zu verwechseln mit
dem gleichnamigen heutigen Bürgerhaus)  in der Landstraße aufnahmen. Mit dem nötigen Ehrgeiz und
Idealismus erreichte man schon nach kurzer Zeit eine beachtliche Spielstärke mit der man im
Kreisgebiet überaus positiv auftrumpfen konnte. Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit kam der
Tischtennissport jedoch nach Abgängen einiger Spieler wieder zum Erliegen.

Sechs Jahre ruhte der Tischtennissport nun in Reichensachsen, dann erwachte er 1960 zu neuem
Leben. Eingehaucht vor allem durch den 19-jährigen
Jürgen Beck, der als Schüler schon in der
ersten Gruppe zu Beginn der 50’er Jahre aktiv war. „Von meiner Mutter bekam ich 1960 eine
Tischtennisplatte geschenkt, auf der habe ich dann mit
Wolfgang Krug gespielt“, erinnert sich
Jürgen Beck, so erwachte sein Appetit auf das Tischtennisspiel wieder. Da auch die Männer der
ersten Stunde
Karl Schlarbaum und Georg Hellwig großes Interesse zeigten, war der Entschluss
wieder aktiv zu spielen, schnell in die Tat umgesetzt.
Im
„Geburtsjahr“ 1960 spielte die Gruppe zunächst noch unter dem Dach der Fußballabteilung des
SVR, machte sich aber bald selbstständig mit
Jürgen Beck als Abteilungsleiter, der dann rund 20
Jahre das Ruder in der Hand hielt, in dieser Zeit aber auch einer der aktivsten und stärksten Spieler
war.
Die durch die Witterungsverhältnisse total verzogenen Tische wurden wieder aus der Garage des
“Reichensächser Hofs“ geholt und für den Spielbetrieb in Stand gesetzt. Der rege Zuspruch,
besonders im Jugendbereich, machte es erforderlich, dass man im Jahre 1961 mit dem Trainings- und
Spielbetrieb in die gemeindeeigene Turnhalle wechselte.

In der Saison 1960 / 1961 spielte der SVR mit zwei Mannschaften in der B-Klasse. Die erste
Mannschaft mit
Jürgen Beck, Karl Schlarbaum, Georg Hellwig und Kurt Simon, die zweite
Mannschaft mit
Georg Beck, Heinz Kohl, Andreas Hilmes, Walter Heckmann und Klaus Holl.
Beim Spiel gegen den SV Vierbach zählte zu den Gegnern ein 14-jähriger Akteur namens
Willi
Ludwig.

Im Jahr 1965 kam es unter der Regie der Sportkameraden Hans Eckhardt (Vierbach) und Jürgen
Beck
zu ersten Kontakten und Besuchen beim TTC Anzefahr (Kreis Marburg – Biedenkopf).

Begünstigt durch die idealen Räumlichkeiten in der Turnhalle blieben auch die Erfolge und damit der
Lohn für den intensiven Trainingsfleiß nicht aus. Nach dem Start in der untersten Kreisklasse wurde
man 1965 Meister der Kreisklasse A, Kreispokalsieger und stand als Aufsteiger in die Bezirksklasse
fest. 1967 belegte man dort ungeschlagen den ersten Platz und war somit Aufsteiger in die
Gruppenliga. Die Spieler
Karl Schlarbaum, Kurt Schiedrum, Rudolf Prehm, Klaus Knieling,
Reiner Beck, Jürgen Beck und Georg Hellwig
waren die Leistungsträger der damaligen Zeit.
Nach den vorangegangenen Erfolgen wurde der Aufwärtstrend am 25. Juli 1970 mit dem
Aufstiegsspiel zur Landesliga (leider mit zweifachem Ersatz) gegen Bad Hersfeld, dass mit 8:8
Punkten unentschieden endete und denkbar im Satzverhältnis von 18:19 (!) Sätzen verloren ging,
gestoppt.

Das Ziel „Aufstieg in die Landesliga“ war jedoch vorprogrammiert und es sollte nur noch eine Frage
der Zeit sein.
1973 war es dann soweit und die Spieler
Reiner Beck, Jürgen Beck, Harald Krones, Bernd
Engel, Kurt Schiedrum und Werner Heinemann
schafften den Aufstieg in die Landesliga.

Einen weiteren Aufschwung erlebte die Tischtennisabteilung mit dem Umzug in die neue Sporthalle
der Mittelpunktschule im Jahre 1975.

Durch die hervorragende Jugendarbeit von
Hans Pfeffer (der auch schon einige Spieler der
vorgenannten Mannschaft geformt hatte), brachte man immer wieder neue Jugendliche an die Tische
und die Landesliga konnte mit eigenen Spielern bis zur Beendigung der Spielserie 1980/81 gehalten
werden. Bedingt durch Abgänge einiger Spieler aus beruflichen und privaten Gründen zog man die
Mannschaft im Jahre 1981 über die Gruppenliga bis in die Bezirksliga zurück. Ein neuer Anfang
musste gemacht werden.

Nach zweijähriger Überbrückungszeit ging man dann mit einem hochmotivierten und ehrgeizigen
Team in die Spielserie 1983/84 und belegte auf Anhieb ungeschlagen den ersten Tabellenplatz in der
Bezirksliga und stand damit als Aufsteiger in die Gruppenliga fest. Die Spieler
Werner Beck,
Harald Krones, Wolfgang Höfs, Jürgen Beck, Karl Simon und Matthias Krones
hatten die
Talfahrt beendet und man wollte wieder an „alte” SVR-Zeiten” anknüpfen.
Für die Spielserie 1984/85 verstärkte sich die Mannschaft mit dem Spieler
Bernd Brethauer
(Hessenliga / Bad Hersfeld) und belegte hinter der Mannschaft des GSV Eintracht Baunatal nur den
undankbaren zweiten Tabellenplatz. Eine riesige Freude kam jedoch auf, als bekannt wurde, dass
durch den Rückstufungsantrag der Mannschaft aus Melsungen der Aufstieg in die Landesliga doch
noch geschafft wurde. Der Gleichstand mit 1973 war wieder erreicht.
In der Saison 1986/87 wurde die Landesliga dann in 1.Verbandsliga umbenannt und unsere erste
Mannschaft spielte daraufhin ununterbrochen bis zur Saison 1999/2000 in dieser Klasse. Der Kern
des Teams blieb im Laufe der Jahre unverändert, aus den eigenen Reihen stießen zwischenzeitlich die
Spieler Dieter Schöneberg sowie Carsten Beck und Jan-Philipp Beck hinzu. In besagter Saison
1999/2000 schloss sich mit Mario Hoßbach vom TuS Weißenborn ein starker und vor allen Dingen
noch junger Spieler der Mannschaft an. Doch auch mit ihm konnte der bittere Abstieg in die
Bezirksoberliga nicht verhindert werden. Doch getreu dem Motto „wir kommen wieder“ wurde die
Mannschaft ihrer Rolle eines Mitfavoriten gerecht und sicherte sich im Frühjahr 2001 den Titel der
Bezirksoberliga in der Besetzung
Carsten Beck, Jan-Philipp Beck, Werner Beck, Mario
Hoßbach, Harald und Matthias Krones.
Der Wiederaufstieg war perfekt.

Zeitweise hatte man bis zu fünf Herrenmannschaften gemeldet, zwei Damenmannschaften waren im
Rennen und auch die Jugend konnte beachtliche Erfolge vorweisen (siehe weiter unten).
Nicht nur die erste Mannschaft der Herren, nein auch alle anderen Teams konnten etliche
Meisterschaften für den SV Reichensachsen erringen.
Die unzähligen Titel der einzelnen Akteure bei Kreiseinzelmeisterschaften und -ranglistenspielen hier
notieren zu wollen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

In der Spielserie 2001/2002 spielte die I. Mannschaft in der 1.Verbandsliga, die II. Mannschaft in der
Bezirksliga, die Dritte in der Bezirksklasse und die Vierte in der Kreisliga. Mit drei Teams gleichzeitig
auf Bezirksebene aktiv – das war vorher noch nicht da gewesen.
Die dritte Mannschaft wurde von 1999 bis 2001 dreimal hintereinander Meister in der Kreisoberliga.
Beteiligt daran waren die Akteure
Jürgen Beck, Lutz Hilmes, Willi Ludwig, Reiner Mayer,
Stephan Schubert, Dr
. Reinhard Weber, Günter Bartholmai und Thomas Freitag.
Die zweite Mannschaft musste im Jahr 2005 in den sauren Apfel des Abstiegs aus der Bezirksliga in
die
Bezirksklasse beißen, schaffte aber in der Besetzung Lutz Hilmes, Heiko Kniese, Stephan
Schubert, Willi Ludwig, Günter Bartholmai und Dieter Schöneberg
im Jahr darauf den
sofortigen Wiederaufstieg.

Die Jugendlichen haben beachtliche Erfolge erzielt. Alle erreichten Titel hier aufzuzählen, die während
der Tätigkeit der
Jugendwarte Hans Pfeffer, Rainer Kllmer, Werner Beck, Dieter Schöneberg,
Stephan Schubert, Reiner Beck und jetzt Thomas Zindel
errungen wurden, wäre zu viel. Was
Hans Pfeffer innerhalb
kurzer Zeit in den Jahren 1970/71 aufbaute, ist als einmalig zu bezeichnen. Mit
dem zweiten Platz bei den Nordhessischen Meisterschaften und der Einladung von
Bernd Engel in
die Hessische Schülerauswahlmannschaft
im Länderkampf gegen Baden sind nur zwei der größeren
Erfolge genannt. Weitere große Erfolge erzielten zu dieser Zeit die Jugendlichen
Harald Krones und
Karl Simon, etwas später natürlich auch Werner Beck.
In der Spielzeit 1970/71 zum Beispiel wurde die erste Jugendmannschaft in der Besetzung Karl
Simon, Bernd Engel, Werner Beck, Harald Krones und Michael Seibert
ungeschlagen
Bezirksmeister. Die zweite
Jugendmannschaft errang ebenfalls in überzeugender Manier den Titel des
Kreismeisters mit den Spielern
Hans-Martin Ludolph, Helmut Mayer, Wolfgang Stück sowie
Dieter und Jürgen Kirschner.

Im Jahre 1980 war es dann erneut Hans Pfeffer, der eine Mädchenmannschaft aufbaute,
die nach
Ablauf der
Spielserie 1982/83 den Aufstieg in die Gruppenliga, der höchsten Spielklasse der Jugend
auf Bezirksebene, schaffte. Die Teilnahme an den Bezirks- sowie Hessenranglistenspielen und den
Hessischen Jahrgangsmeisterschaften bestätigen den überaus guten Leistungsstand der Mädchen.
Besonders hervorzuheben sind hier die Akteurinnen
Silke und Simone Pfeffer sowie Meike Reuss.
In der Spielserie 1985/86 spielten die Mädchen dann bereits in der Damen-Kreisklasse A. Unter der
Mitwirkung neuer Spielerinnen (u.a.
Kerstin Lipphardt / Laudenbach und Gabriele Böschen / Sontra) wurden hier und auch in höheren Spielklassen noch bemerkenswerte Erfolge erzielt.
Den ranghöchsten Gewinn erzielte die Damenmannschaft mit
Silke und Simone Pfeffer sowie
Kerstin Lipphardt im Jahr 1989 mit dem Titel des Hessischen Pokalsiegers der Bezirksliga.
Bedingt durch berufliche und private Veränderungen kam der Damensport dann leider zum Erliegen.
In den neunziger Jahren zeichneten sich dann die Spielerinnen
Marianne Göbel, Martina Reintanz
und Michaela Schäfer
in hervorragender Manier im Trainingsbetrieb für den weiblichen Nachwuchs
verantwortlich.

Als großartiger Gewinn für die Abteilung sollte sich im Jahr 1999 der Zugang des in Reichensachsen
wohnenden und bis dahin beim TTC Albungen aktiven
Thomas Freitag erweisen. Nicht nur als
Spieler sondern auch als
Nachwuchsbetreuer machte er sich in den folgenden Jahren bis heute
verdient. Seine Töchter
Nele und Birte läuteten gemeinsam mit Spielerinnen wie Rebecca Repp,
Julia Kollmann oder Kristina Legler dann wieder sehr erfolgreiche Zeiten in der weiblichen Jugend
ein. Zahlreiche Meisterschaften und Kreispokalsiege waren von nun an zu verzeichnen und seit der
Saison 2008/2009 sind Spielerinnen wie
Nele und Birte Freitag, Julia Kollmann, Rebecca Repp,
Sandra Neusüß und Gisela Eichenberg
wieder sehr erfolgreiche Namen im Damentischtennis beim
SV Reichensachsen.

Im Jubiläumsjahr 2010 sind für den SVR acht TT-Mannschaften am Start, eine Damen-, vier Herren-
sowie drei Nachwuchsteams.

Bei der männlichen Jugend war wieder ein starker Aufwärtstrend mit dem Aufstieg in die Gruppenliga
im Jahr 1983 zu verzeichnen. Wechselweise nahmen zwei bis drei Jungenmannschaften am
Spielbetrieb teil. Eine Schülermannschaft war im Jahr 1984/85 erstmals am Start. In den Mannschafts-
und Einzelwertungen sowie bei Kreismeisterschaften und den Ranglistenspielen erreichten die Spieler
gute Platzierungen.
Aus diesen Mannschaften gingen sehr erfolgreiche Seniorenspieler wie
Carsten Beck, Edgar
Wilhelm, Christian Hilmes
und –einige Jahre später- Jan-Philipp Beck
hervor.
Nach einigen Jahren der Stagnierung steht man im heutigen Jahr 2010 wieder mit einer großen Zahl von
Schüler- und Jugendspielern im Trainingsbetrieb. Hier macht sich mittlerweile die sehr gute
Koordination von Jugendwart
Thomas Zindel sowie der eigens engagierte Nachwuchstrainer Uwe
Bauer bezahlt. Akteure wie zum Beispiel Constantin Beyer, Simon Zindel oder bei den Mädchen
Laura Schöneberg , Clara Zindel und Birte Freitag werden mit Sicherheit in Zukunft von sich
hören lassen.

In den wöchentlichen Trainingsstunden sind zahlreiche Kinder und Jugendliche zu betreuen. Hierbei
auch noch ein oder sogar mehrere Talente mit überdurchschnittlicher Spielstärke hervorzubringen ist
nicht immer einfach. Betreuer, Helfer oder auch Fahrer für Auswärtsspiele bzw. Interessenten, die
einen Trainer- oder Übungsleiterlehrgang machen möchten oder ganz einfach nur unsere Jugendarbeit
unterstützen möchten, sind uns immer herzlich willkommen.

Als besonderes Ereignis in der Vereinsgeschichte dürfen auch die durchgeführten Hessischen TT-
Einzel-Meisterschaften am 01./02. November 1975 in der damals neu erstellten Sporthalle der
Mittelpunktschule Wehretal nicht fehlen. Diese Veranstaltung mit Beteiligung aller hessischen
Spitzenspieler(innen) und mit Anwesenheit der Fernsehens war ein einmaliges Erlebnis, welches wir
jederzeit organisatorisch im Griff hatten.
Im Jahr 2009 wurden dann Großveranstaltungen wie die Bezirks- und Hessenmannschafts-
Meisterschaften der Senioren nach Reichensachsen vergeben und in hervorragender Manier
durchgeführt.
Dagegen sind die zahlreichen in der Vereinsgeschichte durchgeführten Kreiseinzelmeisterschaften und
sonstigen Veranstaltungen geradezu ein Klacks.

Im Bereich der zuvor erwähnten Seniorenmannschaftsmeisterschaften erzielten in den Gruppierungen
40 und 50 Spieler wie
Werner Beck, Harald und Matthias Krones, Hartmut Prenzel, Reiner
Beck, Dieter Schöneberg
ganz beachtliche Erfolge mit mehreren Kreis- und Bezirkstiteln. Bei den
Herren 60 zeichnen
Akteure wie Günter Bartholmai, Lutz Hilmes und Willi Ludwig verantwortlich
für große Erfolge, wobei im
Jahr 2009 bei den Hessenmeisterschaften auch Spieler wie Günter
Eichenberg
und der mittlerweile 82-jährige Henner Volk (!!!) zum Einsatz kamen.

Statistik: Die Abteilungsleiter der TT-Abteilung (offizielles Gründungsjahr 1960):

1960 – 1980 Jürgen Beck

1980 – 1982 Hans Pfeffer

1982 – 1984 Gottfried Kohlus

1984 – 1996 Dieter Kirschner

1996 – 2000 Jürgen Roth

seit 2000 Reiner Mayer

Mitgliederzahl im Jahre 2010 :

Die Tischtennisabteilung zählt zur Zeit 102 Mitglieder, von denen etwa zwei Drittel aktiven Sport
betreibt.
Endlich ist die Zahl 100 überschritten, weiteren Zugängen stehen selbstverständlich alle Türen offen.

Trainingsbetrieb:

Die offiziellen Trainingszeiten sind für die Erwachsenen dienstags von 19.30 – 22.00 Uhr und freitags
von 20.00
– 22.00 Uhr, für den Nachwuchs dienstags von 18.00 - 19.30 Uhr.
Informationen hierüber erteilen Abteilungsleiter
Reiner Mayer (Tel. 05651 – 32483) oder Jugendwart
Thomas Zindel (Tel. 05651 – 993181).

*Quellenhinweis: Auszüge am Beginn dieser Chronik sind entnommen dem Buch „Als der Sport
laufen lernte“
von den Autoren Siegfried Furchert und Herbert Fritsche.

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